Ilan Ramon,
Colonel der israelischen Luftwaffe, wurde am 20. Juni 1954 in Tel Aviv geboren.
Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
1987 schloss
er an der Universität von Tel Aviv seine Elektronik- und Computerstudien
ab.
Ramon nahm
am Jom Kippur Krieg (1973) und an der Operation "Frieden für Galiläa"
(1982) teil. 1992 konnte er auf die Erfahrung von 1000 Flugstunden in der F-16
hinweisen.
1974 schloss
Ramon seine Ausbildung zum Kampfpiloten der israelischen Luftwaffe ab. 1974
bis 1976 nahm er ab A-4 Basis Training und Operationen teil. Die Jahre 1976
bis 1980 verbrachte er mit der Ausbildung für die Mirage III-C. 1980 gehörte
er zum Team der ersten F-16 Staffel in Israel und besuchte einen F-16 Kurs am
Luftwaffenstützpunkt Hill Air in Utah. 1981 bis 1983 war er stellvertretender
Kommandant der Staffel.
Nach dem
Abschluss einer Studien an der Universität Tel Aviv diente er als stellvertretender
Kommandant einer F-4 Phantom, Staffel. 1990 besuchte er einen Kurs für
Staffelkommandanten. 1990 bis 1992 diente er als Kommandant einer F-16 Staffel.
1992 bis 1994 war er Chef der Luftwaffenabteilung im Operations Requirement
Department. 1994 wurde er zum Colonel und zum Chef des Operations Requirement
Department befördert. Ramon blieb bis 1998 in dieser Position.
Ilan Ramon
absolvierte mehr als 3000 Flugstunden in der A-4, der Mirage III-C und in der
F-4. Seine Flugerfahrung in der F-16 beträgt 1000 Stunden.
1997 wurde
Ilan Ramon auserwählt an einem Training für eine Columbia Space Shuttle
Mission teilzunehmen, um an Bord wissenschaftliche Experimente, darunter die
Aufzeichnung von Ozon, auszuführen. Im Juli 1998 begann er seine Ausbildung
am Johnson Space Center in Houston.
Ramons 16
tägige Raummission begann am 16. Jänner 2003. Die Shuttlecrew besteht
aus sieben Amerikanern und Ilan Ramon, dem ersten Israeli im Weltall.
Ilan Ramon kontaktierte Yad Vashem, um einen Gegenstand, der an den Holocaust
erinnert, auf die Mission mitzunehmen und die Bedeutung der Shoah für ihn
selbst, als Kind von Auschwitzüberlebenden, und den Staat Israel zu betonen.
Yad Vashem wählte die Zeichnung "Mondlandschaft" des 14 jährigen
Petr Ginz, die er während seiner Inhaftierung im Ghetto Theresienstadt
anfertigte. Petr wurde 1944 in Auschwitz ermordet.
Die Mondlandschaft
von Petr Ginz' Zeichnung symbolisiert seine Sehnsucht nach einem Ort, von dem
aus die Erde, auf der sein Leben bedroht war, von einer sicheren Entfernung
aus zu sehen. Die Zeichnung enthüllt einen Jugendlichen, der - zusätzlich
zu seinen künstlerischen und literarischen Talenten - auch ein Forscher
und Wissenschaftler war, voller Optimismus, dass die Wissenschaft einst die
Welt heilen werde.
Ilan Ramon
betrachtet seine Raummission auch als Erfüllung eines Traumes, den der
jüdische Jugendliche Petr Ginz vor 60 Jahren träumte. Die Zeichnung
verbindet dieses im Holocaust verlorene jüdische Talent mit der Reise eines
jüdischen Astronauten, der die Erneuerung des jüdischen Volkes symbolisiert.