Medien
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1. Printmedien
In Israel gibt es Dutzende von Zeitungen und Magazinen. Die Printmedien
spielen im politischen, sozialen und kulturellen Leben des Landes eine
bedeutende Rolle.
1863 wurden in Jerusalem zwei monatlich erscheinende Zeitungen gegruendet:
HaLewanon und HaWatzelet, die beide ein Jahr spaeter von den tuerkischen
Behoerden eingestellt wurden. 1869 begannen Zeitungen in Jerusalem regelmaessig
zu erscheinen, trotz strenger Zensur und geringer Auflagen.
Der Erste Weltkrieg stoppte die Herausgabe von Zeitungen bis die Briten
das Land uebernahmen. Obwohl auch die britischen Mandatsbehoerden zensurierten,
folgten eine Reihe privat oder von Parteien herausgegebener Zeitungen
dem Anwachsen der Bevoelkerung.
Nach der Staatsgruendung war die Presse keinem bestimmten Gesetz untergeordnet.
Sie wurde durch Entscheidungen der Gerichte reguliert, die die Freiheit
der Presse und ihre Rolle in der Erhaltung der Demokratie anerkennen.
Wie in Europa oder in den USA erlebte die Presse auch in Israel waehrend
der Achtziger- und Neunzigerjahre bedeutende Veraenderungen. Die Medien
wurden schrittweise nur von einigen Organisationen kontrolliert, und die
von politischen Parteien herausgegebenen Zeitungen verschwanden.
- Ha'Aretz:
gegruendet 1919, Israels aelteste Tageszeitung, die sich wegen der
niveauvollen Berichterstattung eines hohen Prestiges und einer soliden
Reputation erfreut.
- Jediot
Acheronot: gegruendet 1939, die Tageszeitung mit der hoechsten Auflage.
Sie wird von zwei Drittel aller hebraeschen Israelis gelesen.
- Ma'Ariv:
gegruendet 1948, war viele Jahre die Zeitung mit der hoechsten Auflage.
- Globes:
gegruendet 1983, wirtschaftliche Tageszeitung. Die juengste israelische
Zeitung.
Israel ist ein Einwandererland. Dies wird auch in der fremdsprachigen
Presse reflektiert, deren Entwicklung in den Fuenfziger- und Sechzigerjahren
begann. Besonders erwaehnenswert ist die englische Jerusalem Post, die
1932 von Gershon
Agron gegruendet wurde.
Wie in Europa verschwanden auch in Israel langsam Zeitungen, die von politischen
Parteien finanziert werden, aus den Kiosken. Heute gibt es nur drei solcher
Zeitungen, die sich an religioese Leser wenden.
In Israel werden auch einige hundert lokale Zeitungen herausgegeben, die
meist einmal woechentlich - am Freitag - erscheinen.
Hunderte Magazine und Zeitschriften decken eine Reihe von Themen ab: Natur,
Tourismus, Computer, Sport. Einige wenden sich an einen besonderen Leserkreis:
Kinder, Jugendliche oder Frauen. "HaIscha" ist Israels woechentliche Frauenzeitschrift.
Die Wochenzeitung "BaMachane" der IDF wendet
sich an die Soldaten, wird aber auch von vielen Zivilisten gelesen. Viele
Magazine gibt es auch in auslaendischen Sprachen.
"Al-Ittihad" ist Israels einzige arabische Tageszeitung, dazu kommen eine
Reihe von Magazinen. |