Exodus
- Das illegale Einwandererschiff "Exodus" verliess am 11. Juli
1947 Frankreich mit 4.500 Immigranten, darunter 655 Kinder, an Bord. Nachdem
das Schiff internationale Gewaesser erreicht hatte, wurde es von britischen
Zerstoerern begleitet. Am 18. Juli rammten die Briten die "Exodus" vor
der Kueste von Palaestina und enterten es. In einem Gefecht, in dem sich
die Einwanderer tapfer verteidigten, wurden zwei Immigranten und ein Angehoeriger
der Besatzung getoetet und dreissig verwundet. Das Schiff wurde in den
Hafen von Haifa geschleppt. Die Einwanderer wurden nach Frankreich zurueckgebracht.
In Suedfrankreich weigerten sich die Einwanderer 24 Tage lang, die Schiffe
zu verlassen. Es herrschte eine Hitzewelle, die Nahrungsmittel waren knapp,
das Schiff ueberbevoelkert und die sanitaeren Zustaende unsaeglich. Die
franzoesische Regierung weigerte sich, die Passagiere gewaltsam an Land
zu bringen. Die Briten entschlossen sich, die Immigranten nach Deutschland
zu schicken. Am 22. August fuhr das Schiff nach Hamburg ab, das damals
in der britischen Besatzungszone lag. Die Einwanderer wurden gewaltsam
vom Schiff entfernt und in zwei Lager in der Naehe von Luebeck transportiert.
Die internationale Presse schilderte der Welt das herzlose und grausame
Vorgehen der Briten. Die weltweite Empoerung veranlasste die Briten, ihre
Politik zu aendern. Die Einwanderer wurden in Gefangenenlager nach Zypern
gebracht. Die Mehrheit der Passagiere der "Exodus" liess sich nach der
Staatsgruendung in Israel nieder.
Der gleichnamige Roman von Leon Uris und der Film gruenden auf den Geschehnissen
rund um dieses Schiff |